... sich bezaubern lassen von wortloser Poesie beim behutsamen Durchblättern eines circensischen Gartentagebuches ...

Zwei Typen. Am Feierabend.
Im Glashaus.

Für diejenigen, die beim letzten Winterfest keine Karten mehr bekommen haben oder einmal mehr den Zauber rund um’s Glashaus genießen möchten: Le Jardin gibt’s noch einmal, allerdings unter festem Dach, im republic.

Das Stück

In Le Jardin gewähren die virtuosen Nouveau Cirque-Stars Didier André und Jean-Paul Lefeuvre scheinbar spielerisch, witzig, skurril und originell einen Einblick in die große Welt der kleinen Dinge. Ein sehniger Typ mit Hundeblick duelliert sich in Unterhose mit einem stämmigen Tollpatsch in einer absurden Beziehungskomödie. Mit verblüffender Artistik werden Plastikblumen und überdimensionale Pflastersteine zu Jongliergeräten, wird eine Schreibtruhe zur Tanzpartnerin. Aus einem Kassettenrekorder dudeln alte französische Schlager, die einen Hauch von Jacques Tatis Filmen im Raum versprühen. Liebevoll verpackt, scheinbar mühelos, dennoch traumwandlerisch sicher, präsentieren die großartigen Künstler Akrobatik vom Feinsten mit vielen kleinen Missgeschicken.

In diesem besonderen Glashaus gedeihen zwar keine echten Blumen, dafür aber Kunststückchen der ganz besonderen Art. Das Publikum hat bei diesen stummen Alltagsgeschichten viel zu lachen – nicht nur über die Tollpatschigkeit und Schadenfreude der beiden Körpervirtuosen, sondern vor allem auch über sich selbst.

Spieldauer: ca. 75 Minuten

Die Artisten

Die Zusammenarbeit der beiden französischen Circus-Künstler Didier André und Jean-Paul Lefeuvre begann 1989 mit der Kreation des Stücks „Kulbuto“. Danach wurden sie Mitglieder in zwei der berühmtesten Nouveau Cirque-Gruppen, des „Cirque Archaos“ und des „Cirque O“, bevor sich ihre Wege zunächst wieder trennten. Jean-Paul Lefeuvre wurde einer der drei großartigen Artisten bei „Que-Cir-Que“, der bereits im April 1998 in Salzburg einen sensationellen Erfolg feierte. Indes ging Didier André mit einer außergewöhnlichen Jonglage-Truppe ein Jahr auf Tournee. Bei „Issu de Cercle“ in Auxerre (Frankreich) fanden sich die beiden wieder und beschlossen „La Serre“ zu gründen, die wunderbare kleine Variante von Le Jardin.

Vor drei Jahren waren sie der Geheimtipp, heuer servieren sie die Früchte ihrer himmlischen Arbeit erneut einem breiten Publikum.

Fotos: Clemens Kois, Laurence Guillot

In Kooperation mit

republic, state of the art